Warum ich hier bin weiГџ ich nicht Mein Blick ist starr, das ist hier Pflicht. Unter VerГјckten Idioten Psychopathen von den Г„rzten wurde ich verraten. Der Gang ist abgehackt verschlossen, die Fenstergitter sind Wahnsinnssprossen.
Eingesperrt ja das sind wir hier, wir gehen hier auf und ab wie ein Tier Psychiater provozieren fragen im Intimsten stochern sie herum stellen spitze Forderungen bohren nach Man fühlt ich nackt und bloßgestellt nicht verstanden nur verraten. Am Schluß stehen Schreie Frust und Angst. 5 Jahre, 5Jahre ... Die Enge macht uns alle fertig, wir sind am Ende nicht nur geistig. Mit der Psyche zerfällt der Körper Das Gehirn wird somit zum Mörser, der wirres Zeug durch die Sinne schießt, aus dem neuer bunter Wahnsinn sprießt Autoaggressive beißen sich die Lippen blutig Schizophrene verharren starr und stumm
Epileptiker unter Spannung zucken Andere schreien sind aggressiv am Schluß werden alle depressiv. 5 Jahre, 5 Jahre ... Viele sind hier völlig zugedopt die Normalität wird hier geprobt Tranquilizer werden appliziert von Psychologen gerne praktiziert man schleppt sich langsam übern Flur Sie wollen mir verpassen die selbe Kur ...
Ich schreie tobe will hier raus diesen Wahnsinn hält mein Kopf nicht aus Ich schlage auf alles um mich ein Pfleger stürzen zur Tür herein Ins Bett gefesselt festgehalten eine Spritze blitzt Ein Schrei - mein Geist ist wie gelähmt.
Ich schlage die Augen auf im Wachsaal von Augenpaaren angestarrt zensiert 5 Jahre, 5 Jahre, 5 Jahre bin ich hier 5 Jahre und noch immer nicht verrГјckt Wie lange noch ? Bis ich sterbe ? 5 Jahre Wahnsinn ich will hier raus Wahnsinn 5 Jahre ich will hier raus Bitte Bitte laГџt mich raus ...
Als die Zukunft sich im Gleichschritt mit der Gegenwart befand, fiel mein Blick auf das Spiegelbild. Von der Faszinatioin des Zeitpunktes gebannt, vergaß ich zu denken. Allein der Blick in das Auge meines Spiegelbildes ist mir möglich. Seitenverkehrt trifft ihn dasselbe Licht, das mir zu diesem Abbild verhilft. Nur schwach ! Deshalb die Farbe grau ! Das Gesicht meines Spiegelbildes scheint meine Konturen aufzusaugen. Mein Ursprungskörper vor dem Glas verblaßt, verliert Substanz. Ich nähere mich dem Spiegelbild und verwandele mich in einen Zyklopen, der sich an meinen Körper schmiegt. Kühle Glätte begrüßt meine Lippen, meine Haut. Der gedachte Kuß meines kalten Spiegelildes weckt in mir die Sehnsucht, diesem näher zu sein. Die Augen geschlossen presse ich meinen Leib immer intensiver und mit geballter Sehnsucht an mein eigenes Spiegelbild. Und er scheint dies zu bestärken. Knirschend zerbricht die Grenze Millionenfach zerschneiden wir uns gegenseitig zu Fleisch und Kristallen um eins zu werden. Gemeinsam stürzen wir in die Leere Vereinigt begrüßen wir den Boden, der immer näher kommt ...
Und aus Regen kalt erwacht der Eissturm Diamantenstaub krönt die Nacht zu einem kalten Tränenmeer
Kinderträume sterben Erwachsene leugnen ihre Zukunft der Traum erfriert durch bitterkalte Bittgebete Die wirre Jugend stiehlt so unbeholfen noch von Schuld befreite Küsse von fremden Lippen, die nicht begehren nur nach Abenteuer schmecken kalt und feucht das Naß gefriert ungestüm der Bruderkuß zum Plus und Minus der Zeitenwende der Unschuld ungestüm beraubt
allein - zu zweit allein verlassen...
Die Alten küssen abgeklärt schmecken ohne Neuland zu erkunden Ihre Zungen warten auf den letzten Kuß im Auto, auf dem Wasserbett
allein - zu zweit allein verlassen...
Ein letztes Mal der Eissturm fesselt ermahnt zur Stille verführt die Jugend sie sich selbst starre Ruhe ernährt den Morgen den die Nacht aus Sturm und Eis gebar.
Ein totes Kind ein fast noch Kind das verloren schien ein zartes Paar vier Alte, keine Greise - wissen nichts
Sie kГјssen nicht Sie lieben nicht Sie schweigen...
allein - zu zweit allein verlassen...
Eissturm Die Sonne taut nur eins - das Eis der Sturm er schläft
Ich schau in den Spiegel Der Spiegel zerbricht Die sanfte Form verändert sich Zum Chaos ohne Sinn Im Kristallstaub der zu Boden sinkt Bricht sich das Licht millionenfach
Aufgespalten in seine Farben Wird das Unsichtbare zu Rot und Blau zersetzt Der geborstene Spiegel hängt noch an der Wand Mein Gesicht ist verschwunden Mein Geist zersplittert und zerstört In zahllose Scherben zersprungen
Die Gedanken zerschnitten Doch es blutet nicht ...